Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist ein Heizsystem, das Umweltwärme aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser nutzt, um ein Gebäude zu heizen und Warmwasser zu erzeugen. Sie funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank: Sie nimmt Wärmeenergie mit einem Kältemittel von einem Ort mit niedrigerer Temperatur (z.B. Außenluft) auf und gibt diese durch Verdichtung auf ein höheres Temperaturniveau an das Heizsystem ab. Mit einer Einheit Strom erzeugt sie typischerweise drei bis fünf Einheiten Wärme und ist damit eine klimafreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen. 

Funktionsweise

  • Wärmequelle: Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Erde, Grundwasser) Wärmeenergie.
  • Kältemittelkreislauf:
    • Verdampfen: Ein Kältemittel nimmt die Wärme auf und verdampft.
    • Verdichten: Ein Kompressor verdichtet das Kältemittel, wodurch seine Temperatur und sein Druck stark ansteigen.
    • Verflüssigen: Das nun heiße Kältemittel gibt seine Wärme an das Heizsystem ab und kondensiert wieder.
    • Entspannen: Das Kältemittel durchläuft ein Expansionsventil, kühlt ab und der Kreislauf beginnt von vorn. 

Wichtige Merkmale

  • Effizienz: Durch den Einsatz von Umweltwärme benötigt sie weniger Strom, als sie Wärme liefert, was zu niedrigeren Betriebskosten führen kann.
  • Klimafreundlichkeit: Da keine Verbrennung stattfindet und die meiste Energie aus der Umwelt stammt, ist sie eine umweltfreundliche Heizoption. Die Klimafreundlichkeit steigt mit dem Anteil an Ökostrom.
  • Kombinierbarkeit: Sie arbeitet am effizientesten mit Systemen, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommen, wie z.B. einer Fußbodenheizung oder großen Heizkörpern.
  • Vielseitigkeit: Manche Wärmepumpen können neben dem Heizen auch zum Kühlen eingesetzt werden.
  • Typen: Es gibt verschiedene Arten, wie Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die sich in ihrer Wärmequelle und Installationsaufwand unterscheiden.